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Heutige Schlagzeile in der hiesigen Tageszeitung..... |
Sasa

Angestellter
 [meine Galerie]
Dabei seit: 21.10.2006
Beiträge: 3.504
Bundesland: Niedersachsen
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Heutige Schlagzeile in der hiesigen Tageszeitung..... |
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Beim Überfliegen der ersten Seite unserer Tageszeitung stach mir eine Schlagzeile ins Auge:
" Kreis schlägt Alarm! Dramatischer Verfall der Familien!"
und etwas kleiner darunter:
" Kindeswohlgefährdung überall"
Na, na, dachte ich, ist die Nachrichtenlage soo dünn?
Beim Durchlesen des Artikels erfuhr ich, daß die Kosten für Jugendhilfe und Co. wieder immens gestiegen sind- was mich nicht verwunderte.
Eine Abgeordnete des Stadtrats schlug dann vor, die Gelder für sog. frühe Hilfen zu erhöhen, um den Familien von Anfang an Hilfestellung zu geben, um gleich am Anfang alles in richtige Bahnen zu lenken.
Der Leiter des hiesigen Jugendamtes erklärte dann ( ich schreibe es sinngemäß auf):
Die vom Bund vorgesehen Hilfen wie Familienhebammen und Co. werden gut angenommen.
Allerdings sei es so, daß das JA früher eine gefürchtete Behörde war, und ein Kontakt damit noch unangenehmer gewesen sei als mit Polizei und Staatsanwaltschaft.
Das habe sich insofern gewandelt, als daß das JA nun als Dienstleister angesehe werde, dessen Service gern und rege angenommen und auch eingefordert würde.
Generell sei diese Entwicklung zu begrüßen- es sei aber so, daß das Anbieten familienentlastender, ambulanter Hilfen die Eigenverantwortung schwächten bzw. aufheben würden.
Kindeswohgefährdung sei in JEDEM HAUSHALT anzutreffen!
Man sei auf einer Gratwanderung. Einerseits wolle man diesen Imagewandel, damit die Familien die Hilfe annähmen. Anderseits verringere man durch solche Angebote und Dienstleistungen die Eigenverantwortung bis dahin, daß sie komplett verloren gehe.
Soweit der Artikel.
Nun frage ich mich- was möchte denn der Herr Kreisrat damit aussagen??
Es macht keinen Sinn, besonders in frühe Hilfen zu investieren, weil die Eltern sich dann komplett "schlafen legen"? Beschwert er sich über Eltern, die dem JA die Tür einrennen, weil sie selbst keine recht Lust zum Kinder erziehen haben?
Wie seht Ihr das- nehmen viele Hilfsangebote für Familien die Eltern aus der Verantwortung raus?
Ich muß dazu anmerken- wir wohnen sehr ländlich.
Mit Großstädten verglichen, ist es hier wohl schon fast Bullerbü-artig.
Wäre er in einer Großstadt mit entsprechenden Problembezirken tätig, käme der Herr vor Sorge wohl schon längst nicht mehr in den Schlaf.
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12.01.2012 09:15 |
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| Dieser am 12.01.2012 um 09:15 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Sasa wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung |
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Guten Morgen Sasa,
zuerst einmal Ja
Wie seht Ihr das- nehmen viele Hilfsangebote für Familien die Eltern aus der Verantwortung raus? <<<< Dein Zitat (weiss noch nicht wie ich es kopieren kann
). Z.B. auf mein familieres Beispiel alle Drei kiddis sind über IFF bzw. SPZ mit Hilfsangeboten komplett *versorgt*.
Ich erlebe dort immer wieder das Eltern zwar Hilfe annehmen aber gleichzeitig für die Therapiestunde das Kind *parken*. Diese Eltern fragen nie nach wie es in der Stunde gewesen ist bzw. reflektieren nicht das kindliche befinden zuhause beim spielen bei der IFF.
Ansonsten Antworte ich NEIN weil wir nehem sehr sehr gerne die Hilfsangebote an, wir kümmern uns um weitere adäquate Hilfen zu bekommen und oder zu wechseln usw usw. Manchmal muss man die Menschen auf die Füsse tretten bis was im Gang kommt
Aber leider wie immer scheiterts an der Finazierung, entweder werden stunden gekürzt für das gleiche geld hmmm und die schreibarbeit bleibt gleich
oder..... man ist dann in der Beweispflicht
wie beim Gericht zu zeigen das LT dies oder jenes braucht an Hilfsmittel oder sogar das ganze SGB 12
Also in dem Sinne
Gosia
P.S. Ich würde mich freuen auf andere ansichten zu dem Thema
__________________
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12.01.2012 10:24 |
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| Dieser am 12.01.2012 um 10:24 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Gosia wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung |
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| RE: Heutige Schlagzeile in der hiesigen Tageszeitung..... |
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also im großen und ganzen stimmt einiges, dafür anderes ganz und gar nicht.
richtig ist, dass das JA früher eher eine strafinstanz war und heute nicht mehr so. aber empfunden wird das häufig immer noch so.
die abgeordnete des stadtrates, die für FRÜHE hilfen plädiert, hat meine zustimmung (man kann schon helfend eingreifen, BEVOR kinder traumatische dinge erleben müssen)
was will der herr damit sagen? gar nichts? erstmal, aber damit quasi schon die nächste gelder-kürzung vor-verteidigen? klingt so für mich.
dass kindeswohl-gefährdung in jedem haushalt vorliegen soll, ist, denk ich, unstrittiger blödsinn.
die ausgaben dürften nicht wegen schlimmerer zustände, sondern wegen mehr zivilcourage und familien-eingriffen gestiegen sein und ja, auch weil viele eltern das JA inzwischen auch als dienstleister sehen. dann liegt es aber in der qualifikation und ausbildung der jeweiligen SA genau hinzusehen, ob es sich um die nehmen-was-ich-kriegen-kann-menthalität oder wirklichen hilfsBEDARF handelt.
__________________ Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; gib mir Mut, Dinge zu ändern, die ich zu ändern vermag, und gib mir Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.
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12.01.2012 13:33 |
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| Dieser am 12.01.2012 um 13:33 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User pocahontas33 wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung |
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| RE: Heutige Schlagzeile in der hiesigen Tageszeitung..... |
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In erster Linie steigen doch die Kosten,weil wir jetzt die nächste Generation hilfloser Eltern haben.
Die,die in Heime abgeschoben wurden,weil die Eltern erziehungsunfähig waren und nie ein "normales" Familienleben kennengelernt haben oder gerade hier im Osten die,deren Eltern nach der Wende in die Arbeitslosigkeit rutschten und damit völlig überfordert waren,die bekommen jetzt Kinder.
Sicherlich ist der Einsatz früher Hilfen sinnvoll und kann Schlimmes verhindern.
Aber die Anzahl der überforderten Eltern,die mehr oder weniger am Rande der Gesellschaft leben,die steigt und damit auch die Kosten.
Ich vermute auch,dass mit diesem sinnfernen Artikel eine Kostenkürzung eingeleitet werden soll.
Was die "Kindeswohlgefärdung in jedem Haushalt" angeht,man sollte doch nie von sich auf andere schließen.
__________________ HB
____________________
Falls Du denkst das Leben ist ein Theater,
dann spiele darin eine Rolle die Dir Spaß macht.
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12.01.2012 14:23 |
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| Dieser am 12.01.2012 um 14:23 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Braun wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung |
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