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09.03.2010- 37 Grad- Kinder versuchen einen Neuanfang |
Reica

Alles hat (s)einen Sinn...
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| 09.03.2010- 37 Grad- Kinder versuchen einen Neuanfang |
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37 Grad
Wo die starken Kerle wohnen
Kinder versuchen einen Neuanfang
Dienstag, 09.03.2010 22:15 - 23:00 Uhr
Adrian (9) holt mit der Axt aus und zerschlägt einen Ast. Glücklich sieht er dabei aus und hoch konzentriert. Zusammen mit zehn anderen Jungs in seinem Alter soll er zwei Monate lang auf einer Alm leben, fern ab von Playstation, Handy und auch von Eltern und Schule. Hier müssen sie Holz hacken, Kühe melken, Fische fangen. Bei Adrian und den anderen Jungs wurde ADS diagnostiziert, die Aufmerksamkeitsstörung, die meist mit Tabletten behandelt wird. Eine umstrittene Methode.
Die Organisatoren des Alm-Projekts um den Hirnforscher Professor Gerald Hüther wagen ein ambitioniertes Experiment: Sie setzen die Tabletten ab und hoffen darauf, dass die Erfahrungen auf der Alm den Kindern helfen werden, danach selbstbestimmt und ohne Medikamente in ihren Familien leben zu können. Die ersten Tage in der kleinen Holzhütte in Südtirol auf 2.400 Meter Höhe sind mühselig. Adrian stört häufig, Robin (8 ) hat Heimweh, sein Bruder Nikola (10) träumt vor sich hin und kriegt viele Dinge einfach nicht mit.
Einige Wochen später ist die Horde der wilden Kerle, die von drei Betreuern begleitet wird, ruhiger geworden. Aber ob dieser Zustand anhält? In der Zwischenzeit werden auch die Eltern geschult. Carola, die allein erziehende Mutter von Adrian, erfährt zum ersten Mal, dass auch andere Eltern nicht mehr weiter wissen. Auch deren Kinder schreien oder hauen einfach ab, wenn der Druck durch Hausaufgaben zu groß wird, wenn sie essen sollen oder einfach nur die Zähne putzen.
Maru (46), die Mutter von Robin und Nicola, steht dem Almprojekt teilweise skeptisch gegenüber. Sie ist Kinderärztin und behandelt selbst viele Kinder mit ADS-Symptomatik. Zwar hofft auch sie, dass Robin und Nikola gefestigter zurück kehren, aber dass deren Probleme alleine durch die Alm-Erfahrungen verschwinden, glaubt sie nicht. Sie will sich offen halten, ob sie ihren Söhnen auch nach der Alm nicht doch wieder Tabletten gibt. Der Vater von Robin und Nikola lehnt das ab. Er setzt wie die meisten Eltern große Hoffnungen auf die Auszeit auf dem Berg.
"Da läuft doch etwas völlig falsch in unserer Gesellschaft, wenn wir von Schulen und Ärzten dazu angehalten werden, unsere Kinder mit Tabletten ruhig zu stellen", sagt Susanne, die Mutter von Malte (11), der auch mit auf die Alm gegangen ist. Früher habe es doch auch lebendige Kinder gegeben, und die wären auch ohne Tabletten klar gekommen. Aber heute, glaubt Susanne, hat die gesellschaftliche Toleranz für Kinder wie Malte stark abgenommen.
Nach knapp acht Wochen auf der Alm steht Adrian barfuß in einem Kuhfladen und strahlt. Er hat gelernt, beim Essen machen zu helfen, selbständig Aufgaben zu übernehmen, sich in die Gruppe einzuordnen. Dinge, die seine Mutter kaum noch für möglich gehalten hat. In wenigen Tagen geht die Schule wieder los für Adrian und die anderen Jungs, dann wird sich zeigen, ob die Alm Langzeitwirkung entfaltet oder einfach nur eine Zeit voller intensiver Erfahrungen war.
"37 Grad" zeigt die Kinder in ihrem Leben vor der Alm, begleitet sie bei diesem Ausnahme-Experiment allein und auf sich selbst gestellt hoch oben auf dem Berg und will wissen, ob sich ihr Leben in den Wochen danach wirklich so geändert hat, dass sie keine Medikamente mehr brauchen und ein neues Selbstwertgefühl aufgebaut haben.
Film von Katharina Gugel und Ulf Eberle
Quelle und Rechte: http://37grad.zdf.de/ZDFde/inhalt/14/0,1...9388100,00.html
__________________
Liebe Grüße von Reica
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Man sagt die Zeit heile alle Wunden. Dem stimme ich nicht zu. Die Wunden bleiben. Mit der Zeit schützt die Seele den gesunden Verstand, bedeckt ihn mit Narbengewebe. Der Schmerz lässt nach, aber verschwindet nie.
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07.03.2010 11:20 |
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Reica

Alles hat (s)einen Sinn...
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| Medientipp: 37 Grad: Wo die starken Kerle wohnen |
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Medientipp: 37 Grad: Wo die starken Kerle wohnen
Am 09. März 2010 sendet das ZDF um 22:15 Uhr im Rahmen der Reihe 37 Grad die Dokumentation "Wo die starken Kerle wohnen" - es geht um 10 Jungen, die alle mit der Diagnose "ADS" zwei Monate auf einer Alm einem Experiment nachgehen dessen Ziel es ist auf die medikamentöse Behandlung zu verzichten. Organisiert wird das Projekt von Professor Gerald Hüther.
Die rein medikamentöse Behandlung von dem, was landläufig (recht schnell) mit ADS oder auch ADHS um- oder beschrieben ist in vielen (vor allem pädagogischen Kreisen) heftig umstritten. Trotz allem nimmt die medikamentöse Behandlung............
Weiterlesen, Quelle und Rechte: http://www.reticon.de/nachrichten/medien...ohnen_2565.html
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09.03.2010 07:19 |
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